Die Digitalisierung der Schweizer Gemeinden ging in den letzten Jahren schrittweise voran: Finanzen, Einwohnerkontrolle, Baubewilligungen, Dokumentenmanagement, Prozesse wurden digital – mithilfe unterschiedlicher von Plattformen und Schnittstellen. Jede dieser IT-Lösung erfüllt einen konkreten Bedarf. In ihrer Gesamtheit bilden sie jedoch eine fragmentierte Systemlandschaft, die den Überblick erschwert und Komplexität schafft. Gemeindemitarbeitende bewegen sich zwischen verschiedenen Systemen, mit verteilten Daten und unterbrochenen Prozessen.
Diese Situation ist nicht das Ergebnis mangelnder Weitsicht, sondern einer schrittweisen digitalen Entwicklung. Mit der Zeit wird die Herausforderung jedoch struktureller: die durchgängige und konsistente Gesamtsicht auf die Verwaltung zu bewahren. IT-Teams betreuen heterogene Systemlandschaften, Fachabteilungen arbeiten mit unterschiedlichen Werkzeugen, und für Bürgerinnen und Bürger ist die Nachverfolgung von Anliegen oft nur eingeschränkt nachvollziehbar. Die Komplexität ist nicht immer sichtbar, aber sie ist im Alltag spürbar.
In diesem Kontext geht es längst nicht mehr nur um Technologie. Entscheidend ist die Fähigkeit der Gemeinden, die Gesamtkontrolle über ihre digitale Umgebung zu behalten. Die grundlegenden Anforderungen bleiben dabei unverändert: konsistente Prozesse, verlässliche Informationen, eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und mehr Zeit für die eigentliche Aufgabe – den Service für die Bevölkerung. Digitalisierung kann daher nicht mehr als Summe einzelner Lösungen verstanden werden, sondern muss als kohärente Infrastruktur funktionieren.
Dies zeigt sich besonders deutlich bei Baubewilligungsverfahren: Ein Antrag wird in einem System erfasst, in einem anderen bearbeitet, an anderer Stelle dokumentiert und schliesslich in einem weiteren System archiviert. Jede einzelne Phase funktioniert, doch es fehlt eine durchgängige Gesamtsicht. Das Ergebnis sind zusätzliche Abstimmungen, ein komplexer Nachverfolgungsprozess und eine fragmentierte Erfahrung.
In diesem Kontext hat Swiss Post Digital Government Civetica entwickelt. Die Plattform basiert auf einer einfachen Erkenntnis: Gemeinden benötigen nicht mehr Tools, sondern eine integrierte Lösung, die der ihre zentralen Prozesse verbindet.
Civetica bietet eine integrierte digitale Verwaltung auf Basis einer gemeinsamen Datenstruktur und einer durchgängigen Fallbearbeitung, um die Fragmentierung bestehender Systeme zu reduzieren.
Dieter Lüscher, CEO von Swiss Post Digital Government, unterstreicht: «Civetica schafft eine sichere und kohärente Grundlage für die Schweizer Verwaltung der Zukunft. Sie ermöglicht eine souveräne und vertrauenswürdige digitale Verwaltung, die auf die Bedürfnisse der Schweizer Gemeinden zugeschnitten ist – zum Nutzen von Bürgerinnen und Bürgern, Behörden und künftigen Generationen.»
Die Digitalisierung der Gemeinden hat erhebliche Fortschritte ermöglicht, zugleich aber auch eine oft unterschätzte strukturelle Komplexität geschaffen. Die Herausforderung der kommenden Jahre wird daher nicht darin bestehen, weitere Systeme hinzuzufügen, sondern bestehende wieder stärker zu verbinden.
Gemeinden, die eine Gesamtsicht erreichen, gewinnen an, Effizienz und Vertrauen. Genau hier entscheidet sich die nächste Entwicklungsstufe der digitalen Verwaltung. Mit Civetica gelingt für Gemeinden diese Weiterentwicklung.