Seit wenige globale Anbieter den Technologie-Markt prägen, stellt sich häufiger die Frage nach Abhängigkeiten. Für Behörden, Unternehmen und Organisationen wird digitale Souveränität deshalb immer wichtiger: Wie lassen sich Innovationen nutzen, ohne die Kontrolle über Daten, Systeme und kritische Prozesse zu verlieren? Das Whitepaper von Swiss Post Digital geht dieser Frage nach und zeigt, wie Organisationen ihre Handlungsfähigkeit stärken.
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Wie können Organisationen Innovationen nutzen und gleichzeitig die Kontrolle über ihre Daten und Systeme behalten? Welche Rolle spielen Innovation, Cloud-Dienste und Verschlüsselung? Und wie lässt sich digitale Souveränität in der Praxis konkret stärken?
Alles rund um das Thema finden Sie in unserem Whitepaper «Digitale Souveränität – Innovation nutzen und Kontrolle behalten»:
Digitale Souveränität ist kein Entweder-oder
Es bestehen unterschiedliche Definitionen des Begriffs «digitale Souveränität». Grundsätzlich geht es darum, dass Organisationen digitale Technologien selbstbestimmt nutzen und die Kontrolle über ihre Daten und Systeme behalten sollten. Dennoch geht es nicht um Autarkie, wie Prof. Dr. Matthias Stürmer, Leiter des Instituts Public Sector Transformation an der Berner Fachhochschule (BFH) im Interview unterstreicht: «Digitale Souveränität bedeutet nicht Abschottung, sondern Entscheidungsfreiheit».
Neben Matthias Stürmer kommt im Whitepaper auch David Rosenthal zu Wort. Beide Experten teilen ihre Perspektiven auf das Themenfeld. Dabei wird klar, dass digitale Souveränität keine Frage von «entweder oder» ist: Statt vollständiger Unabhängigkeit geht es darum, Abhängigkeiten bewusst zu managen, Risiken zu kennen und die eigene Handlungsfähigkeit zu stärken.

Vier Prinzipien für mehr digitale Souveränität
Digitale Souveränität ist kein abstraktes Konzept. Organisationen können sie mit konkreten Massnahmen stärken. Das Whitepaper beschreibt vier zentrale Handlungsfelder:
- Kritische Daten identifizieren: Nicht alle Daten sind gleich sensibel. Deshalb sollten Organisationen ihre Informationen nach Schutzbedarf und regulatorischen Anforderungen klassifizieren. Erst wer weiss, welche Daten besonders schützenswert sind, kann die richtigen Schutzmassnahmen treffen.
- Daten wirksam schützen: Starke Verschlüsselung, ein eigenes Schlüsselmanagement, Zero-Trust-Architekturen sowie klare Zugriffs- und Berechtigungskonzepte bilden die Grundlage für den Schutz von Daten. Sie helfen Organisationen, die Kontrolle über ihre Daten zu behalten – unabhängig davon, wo diese verarbeitet oder gespeichert werden.
- Handlungsalternativen schaffen: Digitale Souveränität bedeutet auch, auf Veränderungen vorbereitet zu sein. Offene Schnittstellen, etablierte Standards und geplante Exit-Szenarien reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und schaffen die notwendige Flexibilität.
- Kompetenzen im Unternehmen stärken: Technologie allein schafft keine digitale Souveränität. Entscheidend sind Mitarbeitende und Führungskräfte, die Chancen, Risiken und Abhängigkeiten verstehen und fundierte Entscheidungen treffen können. Wissen und Kompetenz werden damit zu einem wichtigen Erfolgsfaktor.
Von der Theorie zur Praxis
Wie sich diese Prinzipien in der Praxis umsetzen lassen, zeig das Whitepaper anhand konkreter Beispiele. Swiss Post Digital unterstützt Organisationen mit Lösungen für sichere digitale Kommunikation, geschützten Datenaustausch und den Betrieb digitaler Plattformen. Ein Beispiel ist die Civetica Cloud: Die E-Government-Plattform vereint kommunale Verwaltungsprozesse in einer durchgängigen Umgebung und speichert Daten ausschliesslich in der Schweiz. Damit unterstützt sie Organisationen dabei, regulatorische Anforderungen einzuhalten und die Kontrolle über ihre Daten und Prozesse zu behalten.
